/ Urheberrecht

Aus meiner Sicht ist es wichtig, dass der Umgang mit Urheberrechten und die dementsprechende Gesetzgebung überdacht werden. In diesem Zusammenhang scheint es wichtig, dass über Staatsgrenzen hinaus gedacht wird. Was wir jedoch gerade diesbezüglich aus politischen Kreisen hören gefällt mir gar nicht. Weder der amerikanische SOPA-Entwurf (SOPA = Stop Online Piracy Act) noch die weltweite Allianz Einzelner unter dem Namen ACTA (ACTA = Anti-Counterfeiting Trade Agreement) liefern zukunftsweisendes. Vielmehr gefährden sie Innovation und Redefreiheit, um nur zwei Aspekte zu nennen.

Auf digitalegesellschaft.de findet sich eine informative Broschüre zu ACTA, die ich hiermit zur Lektüre empfehle.

In der Schlussfolgerung der Broschüre heißt es unter anderem:

Das ACTA-Abkommen kann schwerwiegende Auswirkungen haben, wenn es nicht das richtige Gleichgewicht zwischen dem Schutz des Urheberrechts und der Wahrung der Grundrechte einer gesamten Gesellschaft, wie Meinungsfreiheit, den Zugang zu Informationen und Kultur und Datenschutz, findet.

Quelle: digitalegesellschaft.de

Über netzpolitik.org stieß ich auf eine interessante Grafik, die brisante Bereiche des ACTA thematisiert. Auch diese empfehle ich hiermit.

Neben der Beschäftigung mit dem Inhalt des Agreements und den Kommentaren dazu erscheint mir aktives Handeln wichtig. Hierzu gibt es zwei Empfehlungen:

/ Werkstatt für Gemeindeaufbau

Für die Werkstatt für Gemeindeaufbau haben Marc Böttler und ich eine neue Webseite entwickelt.

Webseite der Werkstatt für Gemeindeaufbau

Die Seite sollte auf die Umgebung reagieren in der sie aufgerufen wird. Wir wollten keine unterschiedlichen Seiten entwickeln, sondern setzen auf »responsive Webdesign«. Auf diese Weise passt sich die Seite auf das Ausgabegerät (die Größe des Browserfensters) an, und wird optimiert für die unterschiedlichen Geräte dargestellt.

Bei der Entwicklung der Webseite gingen wir vom kleinsten Ausgabegerät aus. Durch die Vorgabe alle bestehenden Inhalte zu übernehmen, standen wir hier vor der Herausforderung die Inhalte zu gewichten und so anzuordnen, dass sie mit einer schlankeren Navigation zu erreichen sind.

Zur Zeit arbeite ich an weiteren Projekten, die die angedeutete Vorgehensweise berücksichtigen. Meiner Ansicht nach nimmt die Nutzung mobiler Endgeräte wie Smartphones und Tablets weiter zu, so dass Webseiten dann am Besten genutzt werden können, wenn sie darauf eingestellt sind.

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Eine Frage noch an diejenigen Leserinnen und Leser, die selbst solche Projekte durchführen: Wie präsentiert ihr diese Projekte in eurem Portfolio?

/ Zahnlose Kritik?

Im Hyperland-Blog erschien kürzlich ein Artikel mit dem Titel: »Anti-Like: Europa gegen Facebook« in dem, die in Europa weit verbreitete kritische Haltung Facebook gegenüber thematisiert wird. Interessant finde ich in diesem Zusammenhang vor allem folgenden Abschnitt zu Max Schrems, einem Facebook-Kritiker:

Obwohl Schrems gegen genau solche Praktiken vorgeht, hat er vor drei Wochen auf Wunsch seiner Leser schließlich auch eine Facebook-Gruppe gegründet. “Dort erfahren die meisten nun mal hauptsächlich von Neuigkeiten”, so die Begründung. In diesem scheinbar paradoxen Nutzerwunsch zeigt sich die ganze Problematik der Debatte. Ehrlicherweise möchte nämlich kaum jemand auf Facebook als Kommunikationsmittel verzichten. Die Wut richtet sich nicht gegen www.facebook.com, sondern gegen Facebook Inc., den Konzern hinter der Seite. Um ganz genau zu sein, richtet sie sich eigentlich gegen Facebook Ltd, den irischen Konzernsitz in Europa.

Quelle: Hyperland: »Anti-Like: Europa gegen Facebook«

Dieser Absatz bringt etwas auf den Punkt was das Verhältnis Facebook gegenüber charakterisiert. Während es zum guten Ton gehört facebok-kritisch zu sein, möchte doch kaum jemand tatsächlich drauf verzichten, weder privat noch geschäftlich. Und vielleicht ist daher auch der Schlusssatz des Artikels treffend. Dass die kritische Haltung – in den meisten Fällen zwar ohne Konsequenzen – berechtigt ist, da Facebook eine gewisse Monopolstellung aufgebaut hat. Dieser Satz bedarf jedoch noch einer Ergänzung, die Nutzer – also wir – verhelfen durch unser Verhalten Facebook zu seiner Monopolstellung.

Wie seht ihr die Kritische Haltung gegenüber Facebook?

/ Kurzbefehle in iOS 5

Das aktuelle Betriebsystem der mobilen Endgeräte aus dem Hause Apple hat eine Reihe versteckter Funktionen. Neben LED-Hinweisen und benutzerdefinierter Vibration bietet iOS 5 »Kurzbefehle« an.

Für meine aktuelle Nutzung sind Kurzbefehle die attraktivste der verstecken Funktionen. Nehmen wir an, dass ich wieder einmal von unterwegs einen kurzen Blogeintrag schreibe und einen Link einfügen will. Die ganzen Klammern, Gleich- und Anführungszeichen bedeuten ziemlich viele Tastaturwechsel. Mit meinem neu eingerichteten Kurzbefehl schreibe ich »href« und erhalte:

<a href="url" title="text" >Text</a>

Ausgehend von dieser Codezeile erstelle ich in kürzester Zeit einen Link.

Falls du sie nicht bereits eingerichtet hast, beschreibe ich kurz den Weg zu den Kurzbefehlen:

  1. Öffne die Einstellungen
  2. Wähle »Allgemein« aus
  3. Gehe etwas nach unten zu »Tastatur«
  4. Nun kannst du die Tastatur konfigurieren, sehen welche Kurzbefehle angelegt sind und neue anlegen

Kurzbefehle

Beim Anlegen eines neuen Kurzbefehls kannst du natürlich auch eine kopierte Textzeile einfügen.

Zum Schluss würde mich noch interessieren welche Kurzbefehle du verwendest?

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Weitere Hinweise zu diesen Funktionen findest du auch hier:

/ Cyberspace

In einem Artikel zur Wiederauflage der bedeutenden Bücher von William Gibson, geht Thomas Jones auch darauf ein, wie Gibson – auf den Cyberspace zurück geht – auf den Begriff kam und was er darunter verstand:

“The first thing I did was to sit down with a yellow pad and a Sharpie and start scribbling – infospace, dataspace. I think I got cyberspace on the third try, and I thought, oh, that’s a really weird word. I liked the way it felt in the mouth – I thought it sounded like it meant something while still being essentially hollow.”

Quelle: William Gibson: beyond cyberspace – guardian.co.uk

In seinem 1984 erschienen Buch Neuromancer war Cyberspace ein Bereich in dem eine Person vollständig aufging. Case, der Held dieses Buches ging vollkommen in diesem Bereich auf wenn er sein Cyberdeck an die Stirn montierte und vor seinem inneren Auge ein dreidimensionales Schachbrett entstehen sah, dass sich bis zur Unendlichkeit ausbreitete.

The idea came to him from watching kids playing arcade games – “it seemed to me that what they wanted was to be inside the games, within the notional space of the machine” – and an advertisement at a bus stop for Apple computers. “Everyone is going to have one of these, I thought, and everyone is going to want to live inside them. And somehow I knew that the notional space behind all of the computer screens would be one single universe.”

Quelle: William Gibson: beyond cyberspace – guardian.co.uk

/ Adressbasiert

IP-Adresse

Um ungestört an einer Webseite arbeiten zu können greife ich immer wieder gerne auf eine adressbasierte Zugangsbeschränkung zurück. Auf diese Weise ist es mir möglich alle Besucher, deren Router andere IP-Adressen zugewiesen bekamen, weiterzuleiten und selbst auf die gewünschte Seite zuzugreifen.

Will ich dann der Kundin oder dem Kunden auch einen Blick auf die Seite ermöglichen benötige ich lediglich kurz die IP-Adresse des Routers, und schon kann sie oder er ebenfalls zugreifen.

Da mich die einschlägigen Seiten, auf denen man leicht an die Adressinformation kommt, genervt haben, habe ich vor einiger Zeit meine eigene kleine Adressausgabe gebastelt. Neben der einfachen Anzeige der IP-Adresse des Routers bietet die Seite die Möglichkeit die entsprechende Adresse via Mail zu versenden.

Mail mit der IP-Adresse

Findet ihr eine solche Vorgehensweise und Seite hilfreich?
Wie geht ihr in solchen Fällen vor?

/ Im Urlaub

Was das Bild sagt:

Für die nächsten Wochen bin ich im Urlaub und renoviere die neuen Büroräume fertig. Am 5. September nehme ich den normalen Betrieb im neuen Büro wieder auf …

/ Musik und Design

Durch die Empfehlung eines Freundes wurde ich auf den Jazz-Pianisten Jason Moran aufmerksam. Seither genieße ich seine Musik sowohl in meiner Freizeit als auch bei der Arbeit. Folgende Aussage könnte erklären weshalb mir seine Musik so gut gefällt:

„Ich versuche das Element des Designs, also klare Linien, Kontraste und Raum, ebenso in meiner Musik wirken zu lassen. An bestimmten Punkten kann die Musik ungeheuer dicht sein, um nur wenige Augenblicke später der größten Sparsamkeit verpflichtet zu sein. Die Kunst des Designs besteht darin, die richtige Balance zwischen verschiedenen Elementen zu finden.“

/ Neue Büroräume

Die Schlüssel

Seit Anfang diesen Monats halte ich diese Schlüssel in der Hand. Sie passen zu den Türen der neuen Büroräume, die ich demnächst zusammen mit Marc Böttler und Denis Holzmüller beziehe. Nachdem ich die letzten Tage wegen einer Grippe den Renovierungsarbeiten fern bleiben musste, freue ich mich darauf bald auch wieder mit Hand an zu legen …

Farbspektrum

/ kwerfeldein.de nominiert

Heute werden die 25 Nominierten für den Grimme Online Award 2011 bekannt gegeben. Aus 2.100 Vorschlägen wählte die Nominierungskommission 25 Angebote für die Endrunde aus. Ich freue mich besonders über die Nominierung von kwerdeldein.de in der Kategorie Wissen und Bildung. Achim Schaffrinna schreibt im Design Tagebuch folgendes zu kwerfeldein.de:

Das Foto-Magazin KWERFELDEIN hat sich über die Jahre einen festen Platz in der Fotolandschaft im Netz erarbeitet. Seit 2005 schreibt Martin Gommel, selbst Fotograf, über Fotokunst, Fotodesign, stellt Fotografen vor und gibt Tipps rund um das Thema Fotografie. Seit einiger Zeit arbeitet eine kleine Redaktion hinter den Kulissen, wodurch das Magazin um weitere Facetten bereichert wird.

Quelle: Design Tagebuch – Die Nominierten zum Grimme Online Award 2011

Ich freue mich sehr, dass mit dieser Nominierung die Arbeit und Leidenschaft von Martin Gommel Anerkennung findet. Für die Endrunde wünsche ich ihm das Beste.

Disclaimer: Meine freundschaftliche Verbindung zu Martin, und die Tatsache, dass ich die Ehre hatte das aktuelle Theme zu erstellen, macht meinen Artikel nicht objektiver, dafür tragen diese Tatsachen zu meiner Freude bei.