/ Projektseite

Nachdem seit einiger Zeit auf der Projektseite nichts mehr passiert ist, habe ich heute ein paar freie Minuten dazu genutzt diese zu aktualisieren. Neben einigen anderen aktuellen Projekten fand auch die Webseite zum kommenden Album von Anna Netrebko ihren Weg in diese Liste:

Stabat Mater

→ zur Projektseite

/ Privatsphäre

Auch in unseren Zeiten, in denen gerne vieles geteilt wird, Links zu interessanten Artikeln, schönen Bildern oder Filmen, Gedanken zum aktuellen Zeitgeschehen und auch Einblicke in das eigene Leben, bleibt der Wunsch nach Kontrolle über die eigene Privatsphäre bestehen. Immer dann, wenn die eigene Privatsphäre ausser Kontrolle zu geraten scheint, geht ein Raunen durch die Reihen.

Auf der einen Seite werden wir auf Interessantes dadurch aufmerksam, dass jemand einen Hinweis darauf mit uns teilt. Wir klicken den Link entweder, wenn einige wenige, denen wir zu diesem Thema vertrauen darauf verweisen, oder wenn so viele diesen Link teilen, dass wir wissen wollen was es damit auf sich hat. Das Surfverhalten steht im Zusammenhang mit dem, was die Menschen denen wir unsere Aufmerksamkeit schenken, von sich geben. Neben einem ordentlichen Erscheinungsbild einer Webseite, entscheidet die persönliche Verbindung zur Quelle darüber, ob wir sie als vertrauensvoll empfinden. Diese persönliche Verbindung besteht entweder zur Urheberin, dem Urheber selbst, zu einzelnen Menschen die darauf hinweisen, oder wird gespeist durch die Menge derer, die die Quelle durch ihre Verweise als vertrauenswürdig identifizieren.

Diese Bewegung führt zur Auflistung von Zahlen neben Artikeln. Gezählt werden die Klicks auf den »Gefällt-mir-Button«, die Anzahl der Tweets die zu einem Artikel verfasst wurden, oder die Anzahl der Kommentare und verweise von anderen Blogs und ähnlichen Webseiten. Die Anzeige der Zahlen stellen eine rein quantitative Maßeinheit dar. Sie verletzen unsere Privatsphäre nicht. Wir fühlen uns nicht verraten, da wir in nachvollziehbarer Verbindung zu dieser Quelle eine Spur hinterlassen haben.

Anders sieht es jedoch mit den so genannten Facebook-Likes aus. Manche Seiten weisen auf ihre Facebook-Seite hin, und „stellen diejenigen aus“, die auf Facebook ausgedrückt haben, dass ihnen die entsprechende Facebook-Seite gefällt. Andere verwenden den von Facebook angebotenen »Gefällt-mir-Button«, der wiederum Namen oder Profilbilder der Personen darstellt, die ihn betätigt haben. Besucht man diese Seiten ist leicht ersichtlich, wer von den eigenen Facebook-Freunden auch diese Seite gut findet.

Nun ist dies auf der einen Seite positiv, da die Glaubwürdigkeit der Seite dadurch gestärkt wird. Das Surferlebnis wird aufgewertet, da die Seiten miteinander kommunizieren, und relevante Inhalte betont werden. Gleichzeitig jedoch hängt der Geruch des Kontrollverlustes über die eigene Privatsphäre in der Luft. Aus diesem Grund werden neben Werbeblockern auch Erweiterungen für Browser entwickelt, die den Zugriff auf die Facebook-Daten unterbinden.

Wie verwendet ihr diese Angebote? Was sind eure Gedanken zur Kontrolle, oder eben dem Kontrollverlust bezüglich der eigenen Privatsphäre?

/ Suchfelder in HTML5

Für die Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr habe ich ein paar Tage frei. In diese Zeit nahm ich mir ein paar Bücher mit, denen ich etwas mehr Zeit zukommen lassen wollte. Eines davon ist »HTML5 for Web Designers« von Jeremy Keith.

Dieses Buch erscheint im Verlag »A BOOK APART«, von den Herausgebern des Web-Magazins A LIST APART. Die Bücher, die in diesem Verlag erscheinen, folgen dem Anspruch kurz und bündig über Themen zu schreiben, die für Webdesigner wichtig sind.

Mir hat die Lektüre des Buches sehr gut gefallen. Auf mich wirkt es wie ein Espresso. Es enthält in konzentrierter Form eine Fülle wichtiger Gedanken und Anregungen, die beleben und Lust machen, weiter mit HTML5 zu experimentieren. Auf »CSS3 for Web Designers«, das sich noch in meinem Rucksack befindet, freue ich mich schon sehr.

In Kapitel 4 thematisiert Keith die Möglichkeiten, die HTML5 im Umgang mit Formfeldern bietet. Und auf einen Aspekt davon möchte ich nun gerne kurz eingehen.

Suchfelder in HTML5

Im Umgang mit Formfeldern <input> bringt HTML5 einiges an Neuerungen. Ein Suchfeld, wie hier abgebildet kann mit folgendem Code erzeugt werden:

<p>
<label for="query" >Suche: </label>
<input id="query" name="query" type="search"
placeholder="Suchbegriff ..." >
</p>

Es ist nun möglich Formfelder entsprechend ihrer Funktion anzusprechen. In diesem Fall verwendete ich folgendes: type=”search”. Die Browser verstehen sofort, dass es sich bei dem entsprechenden Feld um ein Suchfeld handelt. Diese Felder werden dann entsprechend der Spezifikationen der Browser dargestellt.

Die zweite Möglichkeit ist das Eingeben eines Platzhaltertextes. Dies wurde hier mittels placeholder=”Suchbegriff …” umgesetzt. Bisher wurde dafür Javascript verwendet. HTML5 löst an einigen Stellen den Einsatz von Plugins ab, und ermöglicht es so Webdesignern, gewünschte Funktionen direkt über das Markup zu realisieren. Bei meinen kurzen Tests eben, stellte sich jedoch heraus, dass es bisher lediglich die Webkit-Browser (Safari und Google Chrome) sind, die die Platzhalter-Spezifikation unterstützen.

Auf dem Weg zu semantisch aufgebauten Webseiten sind die genaueren Bezeichnungen unterschiedlicher Formfelder, und darüber hinaus einzelne Abschnitte einer Webseite, eine wichtige Neuerung. Die Möglichkeiten auf Erweiterungen mittels Javascript und anderer Plugins zu verzichten, und die gewünschten Funktionen direkt über das Markup zu realisieren werden der Kompatibilität und der Schnelligkeit von Webseiten zuträglich sein.

Wieso eigentlich extra gestalten?

Keith wirft im angesprochenen Kapitel die Frage nach der Gestaltung der so erzeugten Formfelder auf. Die Browser, die eine besondere Gestaltung liefern (im Falle des Suchfeldes sind das die Webkit-Browser), bieten momentan noch keine weitere Gestaltungsmöglichkeit. Sie erscheinen also auf die Weise, wie der Browser sie ausgibt. Diese Ausgabe entspricht jedoch der Darstellung eines Suchfeldes im Browser selbst.

Die Frage nach der Gestaltungsmöglichkeit wendet er daraufhin geschickt zur Frage, ob Formfelder überhaupt extra gestaltet werden sollten. Wenn Benutzerfreundlichkeit eng verbunden ist mit Gewohnheit, dann erscheint diese Frage plausibel. Eine Person, die eine Webseite mit einem Safari betrachtet, kennt die Darstellung eines Suchfeldes in ihrem Browser, sie wird dementsprechend das Suchfeld innerhalb der Webseite als solches erkennen.

Keith betrachtet die browserspezifische Darstellung der Formfelder als Herausforderung an die Browserentwickler. Diese werden sich ins Zeug legen, gebräuchliche Formfelder gut gestaltet auszuliefern, so dass ein angenehmes Surferlebnis entsteht, und somit Benutzerinnen und Benutzer gewonnen werden. Ich hoffe, dass die Entwicklung tatsächlich in diese Richtung geht.

Momentan würde mich jedoch interessieren, wie ihr das seht. Was haltet ihr davon bei der Gestaltung von Webseiten auf „vordefinierte Formfelder“ zu setzen?

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Ein Browser, der die HTML5-Spezifikation der Formfelder nicht auf diese Weise unterstützt, behandelt sie wie normale Texteingabe-Felder. Die Spezifikation kann also verwendet werden, ohne dass Besucherinnen und Besuchern daraus ein Nachteil erwächst, sollte ihr Browser diese Spezifikation nicht unterstützen.

/ Sting – Live in Berlin

Sting Live in Berlin

Für die demnächst erscheinende CD/DVD von Sting – Live in Berlin – hatte ich die Möglichkeit, im Auftrag der Deutschen Grammophon, die Album-Webseite zu entwickeln.

Über das Album wird folgendes geschrieben:

This live collection features Sting Live in Berlin, accompanied by the Royal Philharmonic Concert Orchestra conducted by Steven Mercurio. Culled from Sting’s critically acclaimed world tour, Symphonicity, this exclusive compilation features many of his greatest hits, including “Englishman in New York,” “Whenever I Say Your Name,” “King Of Pain,” “Desert Rose,” and more, all re-imagined for symphonic arrangement. Featuring special guest Branford Marsalis, this live concert experience is quintessential Symphonicity.

Während die Videos und Hörbeispiele der Webseite für Computer in Flash ausgegeben werden, sind sie für Besucherinnen und Besucher der Seite mit iPhones alternativ angelegt, so dass die Inhalte auch dort zugänglich sind.

→ zur Albumwebseite

/ Bürozeiten

Der letzte Blogeintrag liegt schon einige Zeit zurück, zu lange. Das liegt natürlich an mehreren Faktoren, die ich an dieser Stelle jedoch nicht ausführlicher erörtern möchte. Einer davon ist jedoch auch die Zielsetzung des Blogs, und welche Artikel ich demgemäß hier veröffentlichen wollte, und welche nicht.

Da sich momentan meine Bürozeiten geändert haben, kam mir der Gedanke auch solche kurzen Hinweise in dieses Blog zu tippen. Das ist nichts spektakuläres, und dennoch fast zu nahe liegend.

Da sich meine familiäre Situation, mit der Geburt eines Kindes, erneut geändert hat, werde ich diese und die nächste Woche nur an den Vormittagen (zwischen 10 und 13 Uhr) im Büro zu erreichen sein. Gerne kannst du mir eine Nachricht auf dem Anrufbeantworter hinterlassen, oder mir eine Mail schreiben, falls du mich nicht an einem der Vormittage erreichst. Vielen Dank für euer Verständnis.

/ Webseiten für Grafiker

Bildschirmfoto von denisholzmueller.de

In den letzten beiden Woche gingen zwei Webseiten ins Netz, die ich in Zusammenarbeit mit zwei Grafikern umgesetzt habe. Die beiden Grafiker waren dabei selbst die Kunden und sind nun die Betreiber der jeweiligen Webseite.

Bei beide Seiten arbeitet im Hintergrund WordPress, und wir realisierten die Darstellung der Projekte mit Hilfe der Möglichkeit eigene Post-Types zu definieren, und arbeiten an unterschiedlichen Stellen mit den Artikelbildern und benutzerdefinierten Feldern.

Bildschirmfoto von mboettler.de

/ Standardwerte: ContactForm 7

Contact Form 7 ist eines der Plugins, die ich regelmäßig einsetze, da es die Möglichkeit bietet, ein einfach anzupassendes Kontaktformular in ein Blog einzubinden. Die einzelnen Felder des Formulars sind mit diesem Plugin sehr leicht anzupassen, daher war ich etwas erstaunt, dass die Möglichkeit einem Feld Standardwerte zuzuordnen zwar vorhanden war, es jedoch keine Auswahl gab, diese in einem aktiven Feld auszublenden. Einen einfachen Weg mit Standardwerten in Contact Form 7 umzugehen möchte ich hier kurz beschreiben.

Aus- und Einblenden der Standardwerte

inaktives und aktives NamensfeldWie in diesem Bild dargestellt sollte das Ergebnis aussehen. Im inaktiven Status sollte »Dein Name« im Feld stehen, und die Besucher ermutigen ebendiesen in das Feld zu tippen. Klickt die Besucherin dann auf das Feld, soll »Dein Name« verschwinden und der Weg zur Eingabe ihres Namens frei sein. Dieser Effekt wird normalerweise mit »onfocus« einem Bindeglied, das xhtml und Javascript verbindet, umgesetzt. Im Adminbereich des Plugins kann zwar ein Standardwert vergeben werden, Event-Handler jedoch funktionieren nicht, und es gibt auch keine Auswahlbox für diesen Effekt. Will man verhindern, dass die Besucher den Standardwert selbst entfernen müssen um Platz für ihre Angaben zu bekommen, muss eine Lösung gefunden werden.

Da auch an anderen Stellen der Seite jQuery zum Einsatz kam, entschied ich mich zu einer Lösung mit Hilfe dieser Javascript-Bibiliothek. Im Weblog von Matthias Schütz fand ich ein Tutorial, in dem er eine Lösung für das umschriebene Problem erklärte.

inaktives und aktives NamensfeldDa ich neben den input-Feldern (bspw. Name, E-Mail und Betreff) auch das textarea-Feld (das Eingabefeld für die eigentliche Nachricht) ansprechen wollte, den Button zum abschicken der Nachricht, der auch ein input-Feld ist, jedoch unberührt lassen musste, entschied ich mich dazu, den Feldern, die ich ansprechen wollte eine Klasse zu geben, in meinem Fall »eingabe«. Darauf hin passte ich den Code so an, dass alle Felder innerhalb des Kontaktformulares mit der Klasse »eingabe« angesprochen werden. Schließlich wollte ich auch, dass wenn ein Besucher seinen Namen wieder löscht, der Standardwert wieder erscheint. Dafür existiert der Event-Handler »onblur« und eine jQuery Anweisung ».blur«. Folgender jQuery-Code führt schließlich zum gewünschten Ergebnis:

jQuery Code
→ jQuery Code als Text ein-/ausblenden

jQuery('.wpcf7-form .eingabe').each(function() {
    var wert = jQuery(this).val();
        jQuery(this)
            .focus(function(){
                if (jQuery(this).val() == wert) {
                    jQuery(this).val("");
                }
            })
            .blur(function(){
                if (jQuery(this).val() == "") {
                    jQuery(this).val(wert);
                }
            })
});

Wird in einer Seite sowieso jQuery verwendet, kann durch das Einfügen dieses Codes und das Vergeben einer entsprechenden Klasse, der gewünschte Umgang mit Standardwerten im Contact Form 7 Plugin erziehlt werden.

/ Lesbarkeit: Reader

Im letzten Eintrag habe ich etwas darüber geschrieben, dass der Trend im Webdesign zu einem größeren und damit übersichtlicherem Schriftbild geht. Dies ist ein Trend, der das Lesen von längeren Artikeln im Netz erleichtert. Ich selbst lese viele Artikel direkt am Computer, auf Seiten von Zeitungen, einige Blogs und den ein oder anderen Artikel, der mir über Twitter empfohlen wird.

Wie ebenfalls im letzten Eintrag angedeutet, trägt jedoch auch eine Reduktion der den Text umgebenden Elemente zum besseren Erfassen der Inhalte bei. Aus diesem Grund habe ich in meinem anderen Blog in der Einzelartikelansicht auf die Seitenleisten verzichtet, und auch das Design dieses Blogs betont die Artikelspalte.

Bildschirmfoto Reader Safari 5 Mac

Der Reader in Safari 5

Vor einigen Tagen erschien die aktuelle Version des Browsers aus dem Hause Apple – Safari 5 – und eine Funktion des Browsers hat es mir besonders angetan: der Reader. Safari 5 ist der erste Browser, der mit einem besonderen Lesemodus geliefert wird. Sobald der Browser einen Artikel auf einer Seite erkennt (in diesem Blog beispielsweise in der Einzelartikelansicht) bietet der Browser die Möglichkeit den Artikel hervorgehoben darzustellen. Das sieht dann so aus, wie auf dem Bildschirmfoto über diesem Abschnitt.

Der Reader ist sowohl in der Mac- als auch in der Windowsversion enthalten. Er lässt sich entweder durch einen Klick auf das Readersymbol in der Adresszeile aktivieren, oder mit den entsprechenden Shortcuts:

  • MAC: Apfel + Shift + R
  • WIN: strg + Shift + R

Auf diese Weise aktiviert liegt die Konzentration auf dem Artikel. Die Darstellung erinnert stark an eine Druckversion der Webseite. Seitenleisten und viele andere Quellen der Ablenkungen ausgeblendet. Der Kontrast ist angenehm stark und die Schriftgröße gut zu lesen (diese lässt sich auch einfach anpassen). Darüber hinaus bietet der Reader die Möglichkeit den Artikel zu drucken oder ihn per E-Mail zu versenden.

Einige bevorzugen eine invertierte Darstellung von Text auf ihrem Bildschirm. Dazu gibt es leider keine, eigentlich Apple-typische einfache Oberfläche. Dennoch kann die Darstellung des Artikels im Reader angepasst werden. Dazu ist etwas CSS-Kenntnis notwendig, damit steht einer Anpassung jedoch nichts mehr im Wege.

Den Reader am Mac anpassen

Zunächst muss im Programme-Ordner das Safari-Icon ausgewählt werden. Nach einem Rechts-Klick auf das Symbol wird »Paketinhalt anzeigen« als Auswahlmöglichkeit angeboten. Nachdem der Paketinhalt angezeigt wird, den Ordner »Resources« auswählen und hier die Datei »Reader.html« suchen. Ich habe mir dann erst mal eine Sicherungskopie der Datei in einem anderen Ordner gespeichert, und empfehle dies natürlich auch gerne weiter. Diese Datei in einem Programm öffnen, das zur Bearbeitung von html-Dateien geeignet ist, und die gewünschten Stile verändern.

Wer beispielsweise die Textdarstellung invertieren möchte, der kann in den Zeilen 407 und 408 die Farbwerte für color und background-color austauschen. Aus Sicherheitsgründen werden die Rechte überprüft, und du solltest mit Adminrechten ausgestattet sein um Änderungen durchführen zu können.

Der Pfad zur Datei sieht so aus:
/Programme/Safari.app/Contents/Resources/Reader.html

Um die Änderungen zu betrachten musst du ein neues Safari-Fenster öffnen, den Artikel neu laden und dann den Reader aufrufen.

Bildschirmfoto Reader Safari 5 Win 7

Den Reader unter Windows anpassen

Nachdem die Anpassung auf dem Mac so einfach war, wollte ich auch sehen wie es unter Windows geht. Und siehe da, hier geht es ähnlich einfach.

Im Explorer steure ich zunächst den Ordner auf der Festplatte an, in dem sich die Programme befinden (bei mir ist das C:). Hier wähle ich den Safari-Ordner aus, klicke auf Safari.resources und finde in diesem Ordner eine Datei mit dem Namen »Reader.html«. Von dieser Datei fertige ich eine Sicherungskopie an, und offne sie dann in einem html-Editor. Nun kann ich mir die Stile ansehen und die gewünschten Änderungen durchführen.

Der Pfad zur Datei sieht so aus:
/Programme/Safari/Safari.resources/Reader.html

Auch unter Windows öffne ich ein neues Fenster, lade den Artikel neu, aktiviere den Reader und sehe mir die Änderungen an.

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Auf die Möglichkeit den Reader am Mac anzupassen, wurde ich dank dieses Artikels auf macosxhints.com aufmerksam. Dort finden sich, für Interessierte, auch Codeschnipsel.

/ Lesbarkeit

Die Lesbarkeit von Artikeln in Blogs und auf Webseiten hat in den letzten Monaten etwas Aufmerksamkeit bekommen. Es deutet sich ein Trend zu einem größeren und damit übersichtlicheren Schriftbild an. Dieser Trend hat hauptsächlich mit der Gestaltung zu tun, und nicht mit semantischem Markup, das sich ja sowieso hinter jeder Gestaltung verbergen sollte.

Mit dem Relaunch im Herbst letzten Jahres setzte Zeit-Online ein deutliches Zeichen in diese Richtung. Während die gesamte Seite in Punkto Lesbarkeit deutlich optimiert wurde, fiel besonders in der Einzelansicht der Artikel das größere Schriftbild auf. Die Änderungen auf die ich mich hier berufe, liegen vor allem in der Verbindung von größerer Schrift und einem höheren Zeilenabstand. Auf einigen Blogs war ähnliches zu bemerken. Das kommende Standardtheme von WordPress, mit dem Namen 2010/Twenty Ten, nimmt diesen Trend ebenfalls auf.

Ein bewusst gewähltes größeres Schriftbild im Inhaltsbereich einer Webseite erhöht die Lesbarkeit der Artikel. Damit unterstreichen wir die Ausrichtung auf den angebotenen Text in unseren Artikeln, und sorgen dabei dafür, dass die Inhalte unserer Webseite von den Besucherinnen und Besuchern leicht erfasst werden können. Gleichzeitig gibt uns diese Gestaltungsform auch die Möglichkeit andere Elemente bewusst kleiner zu lassen, und somit die Schönheit des Kleinen und der Liebe zum Detail Ausdruck zu verleihen.

Während mancher Besucher vorher die gesamte Seite vergrößerte um den Text in einer leicht zu lesenden Größe auf seinem Bildschirm zu haben, bekommt er diesen nun schon in einer angenehmen Größe angeboten. Wird die gesamte Webseite vergrößert, bleiben zwar die Relationen bestehen, jedoch wird insgesamt alles größer. Durch das Angebot eines größeren und damit übersichtlichen Schriftbildes bleibt die Gestaltung der Nuancen in unserer Hand. Wir haben somit stärkeren Einfluss auf das Erscheinungsbild der Seite und setzen bewusst Schwerpunkte.

danielehniss.de im lesemodus

In meinem anderen Blog führte ich in diesem Zusammenhang ein kleines Experiment durch. Nachdem ich die Schriftgröße im Inhaltsbereich vor kurzem etwas angepasst hatte, wollte ich noch etwas mehr Fokus auf die jeweiligen Artikel legen. Dennoch wollte ich auf die unterschiedlichen Informationen in den Seitenleisten nicht verzichten. Daher entschied ich mich für die alleinige Darstellung des Artikels in der Einzelansicht und die Beibehaltung der Seitenleisten auf der Startseite und den anderen Seiten des Blogs.

In der Einzelansicht des Artikels wird nun der Inhalt der Seitenleisten nicht mehr aufgerufen, und durch die Verwendung einer bestimmten Klasse für den Seitenbereich, wird mittels Stylesheet die Seitenbreite angepasst. Auf diese Weise ist es den Besucherinnen und Besuchern der Seite möglich die Artikel übersichtlich präsentiert zu bekommen und gleichzeitig in einer ablenkungsarmen Atmosphäre zu lesen. Ähnlich der Konzentration auf Bilder oder Videos durch die Verwendung von Lightboxen, kann auf diese Weise auch Lesbarkeit von Artikel gesteigert werden.

/ Browserabhängig

Über das Posterous-Blog von Manuela Hoffmann wurde ich letzte Woche auf einen interessanten Artikel aufmerksam. Sam Brown schrieb in diesem Artikel über die unterschiedliche Darstellung von Webseiten in verschiedenen Browsern und mögliche Wege damit umzugehen. Seine abschließende Äußerung erscheint mir als eine sehr wichtige und gleichzeitig interessante Aussage:

»I want my sites to look Safari in Safari, and IE6 in IE6. I most definitely do not want my sites to look like IE6 in Safari.«
Sam Brown

In den verschiedenen Browsern werden Webseiten unterschiedlich dargestellt. Ein Extrembeispiel in diesem Zusammenhang ist sicherlich der Internet Explorer 6. Folgt man an dieser Stelle Sams Ansatz, dann ist ein Nutzer des Internet Explorer 6 ein gewisses Umfeld in seinem Computer gewohnt. Diesem Umfeld kann auch die Gestaltung einer Webseite entsprechen. Eine Safari-Nutzerin hingegen ist ein anderes Umfeld gewohnt. Interessanterweise unterstützen die beiden Exrembeispiele auch die entsprechenden Klassifikationen der Darstellung. So werden beispielsweise im Safari abgerundete Ecken und auch Schatten unterstützt, die von Netzgestalterinnen und Netzgestaltern mit Hilfe von CSS 3 definiert werden. Der Internet Explorer 6 dagegen stellt weder die Abrundungen noch den Schatten dar.

Ob diese Klassifikation in deinem Browser unterstützt wird, kannst du sehr einfach an folgendem Beispiel erkennen:

Dies ist ein Block, der in Browsern, die CSS 3 unterstützen runde Ecken und einen Schatten hat.

Beispielbild eines Blockes mit runden Ecken und einem Schatten

Wenn beide Blöcke gleich aussehen unterstützt dein Browser CSS 3. Im linken Block werden die abgerundeten Ecken und der Schatten mit den entsprechenden CSS 3 Klassifikationen angelegt. Der rechte Block dagegen ist einfach ein Screenshot der Darstellung im aktuellen Safari.

Sam plädiert dafür, diese Techniken einzusetzen. Wie bereits oben deutlich wurde, schlägt er vor, hier nicht von einem Minimalkonsens auszugehen, und daher nur die Klassifikationen zu verwenden, die von allen Browsern unterstützt werden. Die oben erwähnte Safari-Nutzerin ist abgerundete Ecken gewohnt, und freut sich wenn das gewohnte Umfeld auch auf Webseiten anzutreffen ist. Ein IE 6 Nutzer dagegen wird die abgerundeten Ecken wohl auch nicht vermissen. Wichtig ist es, dass die Inhalte für alle Zugänglich sind, wie diese jedoch dargestellt werden, darf sich unterscheiden. Hier besteht ein wichtiger Unterschied zwischen der Gestaltung von Drucksachen und von Webseiten. Die Drucksachen gelangen in der Endversion in die Hände der Betrachter. Die Darstellung von Webseiten hängt jedoch sowohl vom Betriebssystem als auch vom verwendeten Browser ab, und muss daher, nach Ansicht von Sam, nicht von allen in derselben Weise dargestellt werden.

Nutzt du CSS 3?

Im letzten Abschnitt seines Artikels plädiert Sam für die Nutzung der CSS 3 Klassifikationen. Mir geht es da ähnlich, da ich die Möglichkeiten von CSS 3 sehr schätze, und habe mich daher über sein Plädoyer gefreut. Mich interessiert eure Meinung zu dem angesprochenen Thema, und freue mich auf eure Kommentare…